27. Februar 2026 | Running-News

Hochklassige Felder beim Tokio-Marathon

Der am hochklassigsten besetzte Marathon des ersten Vierteljahres wird am Sonntag in Tokio gestartet. Die Kenianer Alexander Mutiso und Brigid Kosgei führen mit persönlichen Bestzeiten von 2:03:11 beziehungsweise 2:14:04 Stunden die Startlisten an. Doch es ist noch mehr die Breite der Spitze, die beeindruckt. Zehn Läufer haben bereits Zeiten von unter 2:05:00 erreicht, die Hälfte von ihnen lief sogar schon unter 2:04. Bei den Frauen sind fünf Läuferinnen in Tokio am Start, die Bestzeiten von unter 2:17:00 aufweisen. Drei weitere sind immerhin schon unter 2:20:00 gelaufen.

 

Allerdings mussten die Veranstalter beim Männerfeld auch zwei schmerzliche Absagen hinnehmen. Verletzungsbedingt können sowohl der Kenianer Timothy Kiplagat als auch der Äthiopier Milkesa Mengesha nicht starten. Kiplagat war ursprünglich der schnellste Läufer auf der Startliste mit 2:02:55. Mengesha, der 2024 den 50. Berlin-Marathon gewonnen hatte, hat eine Bestzeit von 2:03:17. Dadurch führt nun Alexander Mutiso die Startliste an. Zu seinem bisher größten Sieg war der Kenianer 2024 gelaufen, als er den London-Marathon gewann. Der Äthiopier Tadese Takele (Bestzeit: 2:03:23) geht am Sonntag als Titelverteidiger an den Start.

 

Mit Kengo Suzuki und Suguru Osako starten die beiden schnellsten japanischen Läufer aller Zeiten. Suzuki hatte 2021 mit 2:04:56 als erster Japaner eine Zeit von unter 2:05:00 erreicht. Diesen Rekord verbesserte Osako im vergangenen Dezember in Valencia um eine Sekunde auf 2:04:55.

 

Die Äthiopierinnen Hawi Feysa und Sutume Kebede sind bei den Frauen leicht favorisiert. Feysa war mit einem Sieg in der Streckenrekordzeit von 2:17:25 Stunden 2024 beim Mainova Frankfurt-Marathon der Durchbruch gelungen. Im vergangenen Oktober siegte sie auch beim Chicago-Marathon und steigerte sich erneut deutlich auf 2:14:57. Sutume Kebede könnte in Tokio sogar ein „Hattrick“ gelingen. Sie triumphierte bei dem Rennen in den vergangenen beiden Jahren. 2024 lief sie ihre Bestzeit von 2:15:55, im vergangenen Jahr war sie nach 2:16:31 im Ziel.

 

Die schnellste Frau auf der Startliste ist allerdings Brigid Kosgei. Die frühere Weltrekordlerin aus Kenia hat eine Bestzeit von 2:14:04. An diese Zeit kam Kosgei zwar nicht mehr heran, doch im vergangenen Jahr lief sie dreimal unter 2:19:00. Ende November gewann sie den Shanghai-Marathon mit einem Streckenrekord von 2:16:36. Eine starke Leistung ist auch ihrer Landsfrau Rosemary Wanjiru zuzutrauen. Sie gewann 2025 den Berlin-Marathon und hat eine Bestzeit von 2:16:14.

 

Die Favoriten beim Tokio-Marathon

 

MÄNNER
Alexander Mutiso       KEN                2:03:11

Vincent Ngetich          KEN                2:03:13

Tadese Takele                       ETH                2:03:23

Geoffrey Toroitich       KEN                2:03:30

Dawit Wolde               ETH                2:03:48

Daniel Mateiko           KEN                2:04:24

Seifu Tura                   ETH                2:04:49

Suguru Osako            JPN                 2:04:55

Kengo Suzuki             JPN                 2:04:56

Chalu Deso                ETH                2:04:56

Selemon Barega        ETH                2:05:15

Shifera Tamru            ETH                2:05:18

 

FRAUEN

Brigid Kosgei              KEN                2:14:04

Hawi Feysa                ETH                2:14:57

Sutume Kebde           ETH                2:15:55

Rosemary Wanjiru     KEN                2:16:14

Megertu Alemu           ETH                2:16:34

Bertukan Welde          ETH                2:17:56

Mestawut Fikir                        ETH                2:18:48

Mekides Shimeles      ETH                2:19:56

Aberu Ayana              ETH                2:20:20

Waganesh Mekasha  ETH                2:20:26

Ai Hosoda                   JPN                 2:20:31

Azmera Gebru                        ETH                2:20:48

 

Text: Jörg Wenig

Foto: Victah Sailer

Hawi Feysa, hier nach ihrem Sieg beim Mainova Frankfurt-Marathon 2024, zählt in Tokio zu den großen Favoritinnen. Foto: Victah Sailer