Der am hochklassigsten besetzte Marathon des ersten Vierteljahres wird am Sonntag in Tokio gestartet. Die Kenianer Alexander Mutiso und Brigid Kosgei führen mit persönlichen Bestzeiten von 2:03:11 beziehungsweise 2:14:04 Stunden die Startlisten an. Doch es ist noch mehr die Breite der Spitze, die beeindruckt. Zehn Läufer haben bereits Zeiten von unter 2:05:00 erreicht, die Hälfte von ihnen lief sogar schon unter 2:04. Bei den Frauen sind fünf Läuferinnen in Tokio am Start, die Bestzeiten von unter 2:17:00 aufweisen. Drei weitere sind immerhin schon unter 2:20:00 gelaufen.
Allerdings mussten die Veranstalter beim Männerfeld auch zwei schmerzliche Absagen hinnehmen. Verletzungsbedingt können sowohl der Kenianer Timothy Kiplagat als auch der Äthiopier Milkesa Mengesha nicht starten. Kiplagat war ursprünglich der schnellste Läufer auf der Startliste mit 2:02:55. Mengesha, der 2024 den 50. Berlin-Marathon gewonnen hatte, hat eine Bestzeit von 2:03:17. Dadurch führt nun Alexander Mutiso die Startliste an. Zu seinem bisher größten Sieg war der Kenianer 2024 gelaufen, als er den London-Marathon gewann. Der Äthiopier Tadese Takele (Bestzeit: 2:03:23) geht am Sonntag als Titelverteidiger an den Start.
Mit Kengo Suzuki und Suguru Osako starten die beiden schnellsten japanischen Läufer aller Zeiten. Suzuki hatte 2021 mit 2:04:56 als erster Japaner eine Zeit von unter 2:05:00 erreicht. Diesen Rekord verbesserte Osako im vergangenen Dezember in Valencia um eine Sekunde auf 2:04:55.
Die Äthiopierinnen Hawi Feysa und Sutume Kebede sind bei den Frauen leicht favorisiert. Feysa war mit einem Sieg in der Streckenrekordzeit von 2:17:25 Stunden 2024 beim Mainova Frankfurt-Marathon der Durchbruch gelungen. Im vergangenen Oktober siegte sie auch beim Chicago-Marathon und steigerte sich erneut deutlich auf 2:14:57. Sutume Kebede könnte in Tokio sogar ein „Hattrick“ gelingen. Sie triumphierte bei dem Rennen in den vergangenen beiden Jahren. 2024 lief sie ihre Bestzeit von 2:15:55, im vergangenen Jahr war sie nach 2:16:31 im Ziel.
Die schnellste Frau auf der Startliste ist allerdings Brigid Kosgei. Die frühere Weltrekordlerin aus Kenia hat eine Bestzeit von 2:14:04. An diese Zeit kam Kosgei zwar nicht mehr heran, doch im vergangenen Jahr lief sie dreimal unter 2:19:00. Ende November gewann sie den Shanghai-Marathon mit einem Streckenrekord von 2:16:36. Eine starke Leistung ist auch ihrer Landsfrau Rosemary Wanjiru zuzutrauen. Sie gewann 2025 den Berlin-Marathon und hat eine Bestzeit von 2:16:14.
Die Favoriten beim Tokio-Marathon
MÄNNER
Alexander Mutiso KEN 2:03:11
Vincent Ngetich KEN 2:03:13
Tadese Takele ETH 2:03:23
Geoffrey Toroitich KEN 2:03:30
Dawit Wolde ETH 2:03:48
Daniel Mateiko KEN 2:04:24
Seifu Tura ETH 2:04:49
Suguru Osako JPN 2:04:55
Kengo Suzuki JPN 2:04:56
Chalu Deso ETH 2:04:56
Selemon Barega ETH 2:05:15
Shifera Tamru ETH 2:05:18
FRAUEN
Brigid Kosgei KEN 2:14:04
Hawi Feysa ETH 2:14:57
Sutume Kebde ETH 2:15:55
Rosemary Wanjiru KEN 2:16:14
Megertu Alemu ETH 2:16:34
Bertukan Welde ETH 2:17:56
Mestawut Fikir ETH 2:18:48
Mekides Shimeles ETH 2:19:56
Aberu Ayana ETH 2:20:20
Waganesh Mekasha ETH 2:20:26
Ai Hosoda JPN 2:20:31
Azmera Gebru ETH 2:20:48
Text: Jörg Wenig
Foto: Victah Sailer
