Die Düsseldorferin Esther Pfeiffer und der Äthiopier Kifle Kefyalew haben jeweils mit deutlichem Vorsprung das 10-km-Abendrennen auf dem Kurfürstendamm in Berlin gewonnen. Während Kefyalew bei der „City Night“ mit 28:03 Minuten einen Streckenrekord sowie eine persönliche Bestzeit aufstellte, siegte Pfeiffer mit 31:20 und erzielte die zweitschnellste Zeit in der Veranstaltungsgeschichte dieses Traditionslaufes sowie die zweitschnellste Zeit ihrer Karriere.
Für Esther Pfeiffer (Düsseldorf Athletics) war das 10-km-Rennen bei angenehmen Temperaturen von rund 20 Grad Celsius ein gelungener Test in der Vorbereitung auf den Berlin-Marathon am 27. September. Mit 31:20 Minuten war sie 19 Sekunden schneller als bei ihrem dritten Platz vor einem Jahr in Berlin. Sie erzielte die zweitschnellste Zeit der Veranstaltungsgeschichte – im vergangenen Jahr hatte die belgische Marathon-Europameisterin Chloé Herbiet den Streckenrekord auf 31:12 verbessert – und die zweitbeste Zeit ihrer Karriere. Im April war Esther Pfeiffer in Laredo (Spanien) 30:45 gelaufen.
Mit deutlichem Abstand aber einer persönlichen Bestzeit von 31:57 lief Fabienne Königstein (Hannover 96) auf Rang zwei. Sie wird in zwei Wochen bei den Europameisterschaften in Birmingham im Marathon starten. Als Dritte folgte Anna Langerwisch (SCC Berlin/Marathon Team), die sich auf 32:17 steigerte und in ihrem nächsten Marathon sicherlich eine Zeit unter 2:30:00 Stunden anpeilen wird. Lara Kiene (LG Hamm) wurde in 32:26 Vierte vor der Schwedin Carolina Wikström, die nach 32:33 im Ziel war.
Im Rennen der Männer unterbot Kifle Kefyalew den Streckenrekord deutlich. Der Äthiopier gewann mit 28:03 Minuten und war damit 24 Sekunden schneller als Hendrik Pfeiffer vor einem Jahr. Der Ehemann von Esther Pfeiffer war 2025 28:27 gelaufen. Er konnte nach einem Ermüdungsbruch im Fuß am Sonnabend noch nicht wieder starten.
Zweiter wurde in Berlin Aaron Bienenfeld (Düsseldorf Athletics), der aus dem Marathon-Training heraus lief und mit 28:29 seine Bestzeit um zwei Sekunden unterbot. Hinter dem drittplatzierten Briten Jake Smith, der nach 28:31 im Ziel war, folgten Jona Bodirsky (Bayer Leverkusen) und Haftom Welday (TB Hamburg Eilbeck) jeweils mit persönlichen Bestzeiten von 28:38 beziehungsweise 28:51.
Text: Jörg Wenig
Foto: SCC Events / Tilo Wiedensohler
