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10. April 2019 | Running-News

Paul Lonyangata strebt einmaligen „Hattrick“ beim Paris-Marathon an

Paul Lonyangata kann beim Paris-Marathon am Sonntag ein Novum erreichen: Der Kenianer will das Rennen zum dritten Mal in Folge gewinnen. Es gab in der Geschichte des Rennens, die 1976 begann, weder einen solchen „Hattrick“ noch hat ein Mann oder eine Frau den Marathon dreimal gewinnen können. Die Chancen stehen für den 26-Jährigen nicht schlecht. Während das komplette Elitefeld noch nicht veröffentlicht wurde, sind einige Namen inzwischen bekannt. Darunter ist keiner, den Titelverteidiger Paul Lonyangata nicht schlagen könnte.

 

Am Start sein wird am Sonntag auch der deutsche Rekordhalter Arne Gabius (Therapie Reha Bottwartal/2:08:33). Eine Woche nach dem Hannover-Marathon wird er aber natürlich nur einen lockeren Dauerlauf bestreiten und voraussichtlich rund drei Stunden rennen.

 

Paul Lonyangata hatte den Paris-Marathon 2017 in seiner nach wie vor aktuellen persönlichen Bestzeit von 2:06:10 Stunden gewonnen. Vor einem Jahr lief er fast genauso schnell: 2018 gewann der 26-Jährige in 2:06:25. In den vergangenen beiden Jahren waren die Rennen in Paris die einzigen Marathonläufe von Paul Lonyangata, der 2016 Fünfter in Boston und Vierter in Chicago war.

 

Zwar gehen drei Athleten an den Start, die Bestzeiten von unter 2:05 Stunden aufweisen und damit schon deutlich schneller waren als Paul Lonyangata. Allerdings ist fraglich, ob sie in Bestform sein können. Der Olympia-Zweite Feyisa Lilesa, der sich zunächst in die USA abgesetzt hatte, inzwischen aber wieder in Äthiopien lebt, hat eine Bestzeit von 2:04:52, die er 2012 als Zweiter des Chicago-Marathons gelaufen war. Zuletzt war er Sechster in Tokio 2018 mit 2:07:30. Seinen geplanten Start beim Dubai-Marathon sagte er mangels Form im Januar ab.

 

In Dubai lief im Januar Asefa Mengistu hochklassige 2:04:24 als Dritter. Allerdings wird das Rennen am Sonntag für den Äthiopier, der eine Bestzeit von 2:04:06 (Vierter in Dubai 2018) aufweist, bereits der dritte Marathon binnen fünf Monaten. Im November hatte er den Seoul-Marathon in 2:08:11 gewonnen. Der persönliche Rekord von Yemane Tsegay steht bei 2:04:48. Mit dieser Zeit gewann er in Rotterdam 2012. Zuletzt lief er zweimal knapp unter 2:09. Mit Abdellatif Meftah, der in Frankfurt 2018 Rang 13 in 2:09:46 belegt hatte, ist auch ein französischer Topläufer im Rennen.

 

Das Frauen-Elitefeld wird angeführt von Gelete Burka, die 2018 zwei starke Marathonrennen zeigte. Zunächst wurde sie Sechste in Dubai mit einer Steigerung auf 2:20:45, dann gewann sie in Ottawa in 2:22:17. Im Dezember lief die frühere Cross-Weltmeisterin und Hallen-Weltmeisterin über 1.500 m auf der zu kurzen Strecke in Abu Dhabi auf Platz drei in 2:24:07.

 

Bei den Frauen könnte es in Paris ein sehr enges Rennen geben, denn es sind fünf weitere Athletinnen am Start, die alle im vergangenen Jahr ihre Bestzeiten erzielten: Azmera Abreha (Äthiopien) war Zweite in Shanghai mit 2:21:51, Sally Chepyego (Kenia) gewann in Ljubljana in 2:23:15, Azmera Gebru (Äthiopien) belegte Rang drei in Amsterdam mit 2:23:31, ihre Landsfrau Tinbit Gidey war Dritte in Valencia in 2:23:37 und die Kenianerin Betty Lempus erreichte 2:23:40 als Dritte in Shanghai. Hinzu kommt noch die Französin Clemence Calvin, die bei den Europameisterschaften in Berlin als Zweite mit 2:26:28 überraschte.

 

Text: race-news-service.com

Foto: photorun.net

Paul Lonyangata kann am Sonntag zum Rekordsieger des Paris-Marathons werden. Foto: www.photorun.net