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13. Januar 2020 | Running-News

Weltrekordlerin Kosgei gegen Weltmeisterin Chepngetich beim London-Marathon

Beim London-Marathon trifft am 26. April die Titelverteidigerin und Weltrekordlerin Brigid Kosgei auf die Weltmeisterin Ruth Chepngetich. Es ist das erste Mal, dass die beiden Kenianerinnen in einem Marathon aufeinandertreffen werden. Kosgei hatte vor einem Jahr beim London-Marathon in 2:18:20 Stunden triumphiert und war dann in Chicago im Oktober zum Weltrekord von 2:14:04 gestürmt. Chepngetich gewann im Januar 2019 den Dubai-Marathon mit einem Streckenrekord von 2:17:08 und wurde dann in den extremen Wetterbedingungen von Doha souverän Weltmeisterin über die 42,195 km. Die beiden Kenianerinnen sind bisher zweimal bei einem Halbmarathon aufeinander getroffen. Hier gewann jeweils Brigid Kosgei das Rennen. In London kommt es nun schon vor den Olympischen Spielen im Sommer in Japan, wo allerdings ganz andere Wetterbedingungen herrschen werden, zum Duell der zurzeit besten Marathonläuferinnen der Welt.

 

„Ich freue mich sehr, nach London zurückkehren zu können. 2019 war ein außergewöhnliches Jahr für mich, das mit einem Sieg in London begann. Ich hoffe, dieses Jahr wird genauso gut“, sagte Brigid Kosgei.

 

Die Kenianerinnen müssen sich in London mit einer Reihe von sehr starken Landsfrauen auseinandersetzen. Mit Gladys Cherono steht die Läuferin am Start, die beim Berlin-Marathon mit 2:18:11 den Streckenrekord hält. Vivian Cheruiyot ist die London-Marathon-Siegerin des Jahres 2018. Die aktuelle 5.000-m-Olympiasiegerin gewann damals mit ihrer persönlichen Bestzeit von 2:18:31. Außerdem ist mit Joyciline Jepkosgei die Halbmarathon-Weltrekordlerin (64:51 Minuten) am Start, die im vergangenen Jahr auf Anhieb ihr Marathon-Debüt in New York mit 2:22:38 gewann.

 

Mit Roza Dereje (Bestzeit: 2:18:30) und Degitu Azimeraw (2:19:26) stehen zudem zwei Äthiopierinnen auf der Startliste, die bereits unter 2:20 gelaufen sind.

 

Bereits vor einigen Wochen hatten die Veranstalter den erneuten Start von Superstar Eliud Kipchoge bestätigt. Der Kenianer, der in Berlin 2018 den aktuellen Weltrekord von 2:01:39 Stunden aufgestellt hatte, dann in London vor einem Jahr mit der Streckenrekordzeit von 2:02:37 gewann und schließlich in einem inoffiziellen Rennen in Wien die Traum-Barriere von zwei Stunden unterbot (1:59:40,2) trifft an der Themse auf die Zweit- und Drittplatzierten des vergangenen Jahres. Der Äthiopier Mosinet Geremew war 2019 als Zweiter lediglich 18 Sekunden hinter Eliud Kipchoge im Ziel. Mit diesen 2:02:55 Stunden ist er zurzeit der viertschnellste Läufer aller Zeiten. Sein in London 2019 drittplatzierter Landsmann Mule Wasihun lief mit 2:03:16 ebenfalls eine absolute Weltklassezeit. Tamirat Tola (Äthiopien/2:04:06) ist der viertschnellste Läufer auf der aktuellen Startliste, auf der auch der Norweger Sondre Moen (2:05:48) aufgeführt ist.

 

Nachdem die Veranstalter vor keinen drei Tagen den Start von Kenenisa Bekele noch nicht veröffentlichen wollten und statt dessen diverse andere Namen in einer Pressemitteilung nannten, holten sie dies dann in der Nacht zu heute um kurz nach Mitternacht nach. Während die Art und Weise der Londoner PR-Aktionen eher einem Amateurrennen entspricht, darf man sich auf ein hochklassiges Duell der beiden schnellsten Marathonläufer aller Zeiten freuen. Kenenisa Bekele hatte beim Berlin-Marathon im vergangenen September mit einer sensationellen Zeit von 2:01:41 den Weltrekord von Eliud Kipchoge um nur zwei Sekunden verpasst. In London fordert der Äthiopier nun den kenianischen Superstar heraus.

 

Text: race-news-service.com

Foto: Virgin Money London Marathon

Brigid Kosgei geht als Titelverteidigerin in London an den Start. Foto: Virgin Money London Marathon